Wer mehr als zwei Pfannen besitzt und keinen Platz hat, sie alle nebeneinander aufzuhängen, kennt das Problem: Die Pfannen werden gestapelt. Und beim Stapeln entstehen Kratzer, direkter Metallkontakt, und – bei Gusseisen – manchmal auch Rost an den Kontaktstellen.
Pfannenprotektoren, also Filz-, Schaum- oder Silikon-Trennscheiben, die man zwischen die Pfannen legt, versprechen, genau das zu verhindern. Aber braucht man sie wirklich?
Was Pfannenprotektoren leisten
Der Hauptzweck ist einfach: Sie verhindern direkten Metallkontakt zwischen gestapelten Pfannen. Das hat zwei Vorteile.
Erstens schützen sie die Oberfläche vor Kratzern. Bei beschichteten Pfannen ist das besonders relevant – eine Kratzer in der Antihaftbeschichtung ist ein strukturelles Problem, kein kosmetisches. Aber auch bei gut aufgebauter Patina auf Gusseisen macht direktes Schrubben von Metall auf Metall beim Stapeln und Herausnehmen auf Dauer etwas aus.
Zweitens – und das ist beim Thema Rost entscheidend – lassen Protektoren Luft zwischen die Pfannen. Eine Pfanne, die direkt auf einer anderen liegt, hat eine feuchte Kontaktfläche, die nicht abtrocknen kann. Genau dort setzt Rost oft zuerst an. Mit einer Trennscheibe dazwischen gibt es keine geschlossene Kontaktfläche mehr, und beide Oberflächen können atmen.
Was es auf dem Markt gibt
Die gängigsten Varianten: Filzscheiben, Schaumstoffscheiben und Silikonprotektoren. Alle drei erfüllen im Grunde denselben Zweck, unterscheiden sich aber in Langlebigkeit und Handhabung.
Filzscheiben sind günstig und weit verbreitet. Sie nehmen jedoch mit der Zeit Feuchtigkeit auf und können, wenn sie nicht regelmäßig gewechselt werden, selbst zur Feuchtigkeitsfalle werden – das Gegenteil von dem, was man will.
Silikonprotektoren sind wasserabweisend, leicht abzuwischen und halten länger. Für Gusseisen-Pfannen, wo Feuchtigkeit die Hauptsorge ist, sind sie die robustere Wahl.
Schaumstoffscheiben liegen dazwischen – weicher als Filz, aber nicht so langlebig wie Silikon.
Wann sie wirklich sinnvoll sind
Pfannenprotektoren machen am meisten Sinn, wenn man mehrere Pfannen aus blankem Eisen oder Gusseisen stapelt, keinen Platz hat, sie aufzuhängen, und die Pfannen regelmäßig längere Zeit unbenutzt stehen.
Auch für beschichtete Pfannen, die man schonen will, sind sie eine sinnvolle Investition – besonders wenn man sie häufig herausnimmt und wieder einstapelt.
Für jemanden, der seine Pfannen täglich benutzt und nach dem Kochen ohnehin aufhängt oder einzeln einräumt, sind Protektoren weniger dringend. Eine Pfanne, die täglich in Gebrauch ist, hat kaum Lagerrost-Probleme.
Wann man sie sich sparen kann
Wer ohnehin einen Hakenstreifen oder eine Wandmontage hat und die Pfannen aufhängt – keine Notwendigkeit. Wer nur eine Pfanne besitzt oder sie immer separat lagert – kein Bedarf.
Und wer nur beschichtete Pfannen besitzt und sie sorgfältig behandelt, kann auch mit einem sauberen Küchentuch zwischen den Pfannen auskommen. Das kostet nichts und schützt genauso gegen Kratzer.
Der Preis für einfache Filzprotektoren ist niedrig – für ein Set von zehn Scheiben zahlt man meist unter zehn Euro. Für Gusseisen-Sammler, die mehrere Pfannen und Töpfe übereinander lagern müssen, ist das eine sinnvolle und günstige Maßnahme. Mehr als das sind Pfannenprotektoren aber nicht: ein praktisches kleines Hilfsmittel, kein unverzichtbares Zubehör.
